Der Krapfen. Eine Legende.

Die Legende erzählt, dass der Krapfen einst von der Altwiener Hofratsköchin Cäcilie Krapf durch Zufall erfunden wurde, als sie ihrem Ehemann im Streit ein Stück Teig nachwarf. Doch statt am Göttergatten landete der Teig zum Glück in einem Topf mit siedendem Fett und schon war der Krapfen geboren. 

Für uns ist das die schönste Erzählung zur Herkunft der runden Köstlichkeiten, tatsächlich ist der gute Krapfen aber nicht nur reich an Marmelade, sondern auch reich an Geschichten. Manche meinen, sein Erfinder war ein Berliner Zuckerbäcker, der ein Gebäck in Form von Kanonenkugeln für die Soldaten von Friedrich des Großen hergestellt hat. Demgegenüber weiß der Lateiner natürlich, dass bereits die Römer die süßen Teigbälle zubereiteten. Dort waren sie unter dem Namen Globuli bekannt, ein passender Name wie wir meinen, denn diese Globuli tun der Seele richtig gut.

Aber ganz gleich ob Wien, Berlin oder Rom - auch wenn die Herkunft der Faschingskrapfen unklar ist, eines steht fest: Am besten schmecken sie uns nach dem Rezept der Gangl-Oma, das hier als Weltpremiere zum ersten Mal veröffentlicht wird. Wir wünschen guten Appetit.

Zutaten: 
200 ml Milch, 500 g glattes Weizenmehl, 30 g Germ, 50 g Zucker, 3 Dotter, 1 ganzes Ei, 1 EL Salz, 15 ml Rum, 80 g Butter, reichlich fruchtige Marillenmarmelade

Zubereitung: 
Aus allen Zutaten außer der Marmelade einen weichen Teig zubereiten und diesen zugedeckt 30 Minuten rasten lassen. Danach ca 15 kleine Kugeln formen, mit etwas Mehl bestreuen, flach drücken und zugedeckt weitere 30 Minuten rasten lassen. Im Anschluss 1 Liter Öl, Butterschmalz oder Kokosfett in einer Pfanne auf 160 Grad erhitzen und die Teigstücke in das Fett legen. 3 min zugedeckt backen lassen, wenden und weitere 3 Minuten ohne Deckel fertig backen. Inzwischen die Marillenmarmelade erwärmen. Krapfen aus der Pfanne nehmen und abtropfen lassen. Zum Schluss noch großzügig mit der Marmelade füllen, mit Staubzucker bestreuen – und genießen.